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Die Fahrt in den Osten

Bloged in Allgemein,Kathi by Sven Mittwoch Juni 20, 2007

Scheiß Wetter auf der AutobahnUm 6:30 Uhr ging sie los, Fahrt in Richtung Oranienburg. Aber schon nach knappen 50 Kilometern fing das Chaos an. Wie auf dem ersten Bild zu sehen, regnete es in Strömen, und wir sahen vielleicht noch, was 20 Meter vor uns passierte.

Zwischendrin fuhr dann ein Idiot mit kaputtem Rücklicht am Anhänger, was die Sache sehr schnell sehr heikel werden ließ -.-

Ich beschäftigte mich dann damit, die Umgebung genau zu beobachten, nicht dass wir von einem LKW von rechts übersehen werden… 😉

Mittlerweile hatten wir die ersten 150 Kilometer hinter uns gelegt, und das Wetter war noch immer nicht besser, eher noch schlechter geworden. Wir schienen direkt unter der Regenwolke zu fahren, die immer gemütlich über uns hing.

Wir mussten dann die Scheibenwischer immer öfter auf Stufe 3 (also die höchste Stufe) schalten. Mit einmal klackte irgendetwas unter den Amaturen, und kathi meinte „ehm… Sven! Guck mal!“, da ich mal wieder rechts aus dem Fenster auf die LKWs schaute.

Kathi war schon total geschockt, und als ich sah, was los war, ging es mir kaum anders… Der Scheibenwischer auf der Fahrerseite war ausgefallen. Wir fuhren also flott an den Seitenstreifen, und schalteten direkt den Warnblinker ein.

zuerst probierte ich auf dem Seitenstreifen kurz und schnell einmal am Scheibenwischer richtig zu schieben (er stand ganz außen grade in die Höhe) zu rütteln. Natürlich von der Leitplanken-Seite aus. Wäre ja definitiv zu gefährlich auf die Autobahn-Seite zu gehen… Naja, es half nichts. Also eingestiegen, und mit 50 km/h auf dem Seitenstreifen mit Warnblinker zum nächsten Parkplatz getuckert.

Dort angekommen dann die Motorhaube geöffnet, und mal unter die Haube geschaut. Die Regenwolke war mittlerweile vor uns weggezogen, und somit blieb ich relativ trocken dabei. Die Stange vom Fahrerscheibenwischer (so hab ich den jetzt einfach mal getauft gehabt ^^) vom Scheibenwischermotor gelöst. Nachdem ich das ganze dann wieder zusammengesteckt hatte, wollte ich die Stange noch mit nem Stück draht fixieren, weil es doch recht locker steckte. Aber wegen des heißen Motors kam ich nur von einer Seite dran, und von dort ging das ganze nicht richtig zu befestigen…

Aber gut. Erste Pause gemacht, und danach weitergefahren. Ab sofort dann nicht mehr mit Scheibenwischer auf Stufe 3. Da der Regen eh schon weit weg gezogen war, reichte das dann auch.

Den ersten großen Schock hinter uns ging es also munter und gut wieder gelaunt weiter in Richtung Berlin.

2 Stunden AnhängerDie Gute Laune verließ uns dann aber leider auch wieder sehr schnell, als wir in einen Stau kamen. Noch wussten wir nicht, wie lange wir den Anblick vom zweiten Foto sehen würden.

Nachdem wir das Radio anmachten, erfuhren wir direkt, dass es ganze 5 Kilometer Stau sein werden, die wir hier verharren dürfen. Nach 2 (!) Stunden kamen wir an der Unfallstelle an, und der Stau war überstanden. Aus dem Radio erfuhren wir dann, dass eine 28jährige Frau bei dem starken Regen ins Schleudern kam, und ein 40-Tonner LKW min voller Fahrt in die Fahrerseite des kleinen Wagens bretterte, weil er nicht mehr ausweichen konnte… Die 28jährige konnte nur noch tot geborgen werden, das verstanden wir auch, als wir das Auto sahen. Der Abschleppdienst hatte ihn gerade auf den Anhänger gehoben, als wir an der Unfallstelle vorbeifuhren.

In den letzten 2 Stunden hatten wir also ganze 5 Kilometer zurückgelegt.

Die weitere Fahrt verlief dann ganz gut, kein Stau mehr – vorerst – und durchgehend mit 120 km/h unterwegs.

Bahlsen AutoZwischendurch sahen wir dann interessante Autos (Foto 3) von Bahlsen, und auch spannende Niederländer, die es etwas andersherum machen, als die Deutschen. Das ganze sieht man dann auf dem vierten Foto. Typischer deutscher Wohnmobil-Urlaub sieht so aus, dass man Fahrräder auf dem Wohnmobil transportiert, oder einen Wohnanhänger hinter dem Auto. Die Niederländer machten es dann andersherum. Man fährt das Auto als Anhänger hinter dem Wohnmobil ^^ Sah schon seltsam aus, wenn man dahinter fuhr, und beide Wagen gleichzeitig anfingen zu blinken, und das Auto extrem nah auffuhr 😉Niederländische Wohnmobile

Nachdem wir eine weitere Pause machten sprang der Motor nicht mehr an. Da wir das Problem schon kannten, wussten wir, dass ich einen kurzen schlag auf den Anlasser geben musste, während Kathi das Auto zündet. Blöd nur, wenn man erst nach fast 10 Minuten merkt, dass ich nicht an den Anlasser rankam, sondern immer vor die Kupplung gehauen hatte… *räusper* jaja 😉

Die Fahrt verlief dann bis vor das Dreieck Werder zügig, wo wir dann wieder in einen Stau kamen. Dieser zog sich Gott sei Dank nur knappe 30 Minuten.

Um 15:30 ca. kamen wir dann endlich in Oranienburg an, wo Kathis Mutti auch schon auf uns wartete 🙂

MfG

Sven B. 8)

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